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Betuwe: Schlechteste Lösung





Die schlechteste Lösung für den rechten Niederrhein, welche Milliarden von Steuergeldern kosten wird.



Die mangelnde Kapazität der Betuwe-Route (rechter Niederrhein) wird immer deutlicher, die zu erwartenden Gütermengen aus dem Hafen „Port of Rotterdam“ übersteigt die Kapazität auch nach einem dreigleisigen Ausbau der Bestandstrecke.
Die RP titelte am 23.12.2011: „Engpass auf der A3“. Schon heute ist die A3 dem Berufsverkehr nicht mehr gewachsen. Mittlerweile hat die A3 in den Morgenstunden von Dinslaken bis über den Kölner Ring hinaus ein Dauerstau, das gleiche Bild zeichnet sich dann in den Nachmittagsstunden in umgekehrter Richtung ab.
Verschärft wird die Situation auf der A 3 in den nächsten Jahren nicht nur durch den steigenden Güterverkehr, der wegen fehlender Kapazität auf der Schiene eben auf die Straße ausweichen wird. Auch werden die Berufspendler dem regionalen Personenverkehr  durch fehlende Anbindungen, permanente Verspätungen und Zugausfälle (überlastetes Schienennetz) den Rücken kehren und auf den PKW (Straße) ausweichen müssen.
Mehr Güter auf die Schiene zu verlagern ist nicht nur aus ökonomischer Sicht sinnvoll. Der Ausbau der Bestandstrecke ist aber nicht zielführend für einen zukunftsorientierten Schienengüterverkehr. Langfristig bedeutet der Ausbau, dass der regionale Personenverkehr darunter leiden wird. Durch eine neue EU-Richtlinie wird der internationale Güterverkehr 2013 Vorrag vor dem regionalen Personenverkehr bekommen, ein zusätzliches Indiz für eine negative Entwicklung des regionalen Personenverkehrs. Man könnte sagen, dass unsere Region erst abgehangen und dann auf das Abstellgleis rangiert wird. Wir alle (Steuerzahler) bezahlen sogar noch für eine solche Entwicklung. Die Bahn hingegen wird enorme Gewinne im internationalen Schienengüterverkehr einfahren.
Ein Ausbau der Bestandstrecke mag auf den ersten Blick verlockend für die Kommunen sein, um niveaufreie Querungen und „schlechten Lärmschutz“ kostengünstig zu erhalten. Aber alle Nachteile die der internationale Güterverkehr mit sich bringt, heben diese Vorteile bei weitem nicht auf, im Gegenteil. Große Sicherheitsrisiken, völlig unzureichender Lärmschutz, permanente Schäden durch Erschütterungen, enorme Wertverluste, ein negatives Image der Betuwe Städte das sich auch auf den Tourismus auswirken wird sind nur einige Gründe. Was nützen da noch niveaufreien Querrungen und ein schlechter Lärmschutz, wenn viele Menschen den Betuwe-Städten den Rücken kehren. Ein leider sehr gutes Beispiel für eine solch negative Entwicklung ist das Mittel-Rheintal (Weltkulturerbe). Mehr Infos unter https://www.pro-rheintal.de/  
Die Sicherheit wird bei der Euphorie für die niveaufreien Querungen und dem schlechten Lärmschutz sehr stiefmütterlich behandelt. Erst wenn die Feuerwehren ihre Forderungen nach mehr Sicherheit erfüllt sehen, sollten, nach Meinung der IG BISS, die Betuwe-Kommunen weitere Schritte verfolgen. Leider  gehen aber hier einige Kommunen einen entgegen gesetzten Weg, in dem Sie Ihren Wehrführern öffentliche Sicherheitskritik unter Androhung von „Strafen“  verbieten.

Gleichwohl, wie die SPD-Spitze aus Rees die Ende November 2011 noch einmal ganz klar stellte, dass es ihr in erster Linie um den Ausbau der niveaufreien Querungen geht und der Lärmschutz eher sekundär zu betrachten ist, denken fast alle politischen Parteien.
Ähnlich wie in Praest werden sich die „Hinterlandverkehre“  auch in anderen Ortschaften wie z. B. Elten, Hüthum, Emmerich, Millingen, Empel und Haldern verändern.
Die Ausbaupläne für den Abschnitt 3.3 im Raum Praest haben sich nicht verändert. Ein Knackpunkt wird hier die Durchfahrtshöhe der neuen Eisenbahnüberführung Praestsches Feld sein. Sollte diese nicht für die Schwerlastverkehre und für die landwirtschaftlichen Verkehre geeignet sein, werden sich diese Verkehre wohl auf die Grüne Straße konzentrieren. Diese von der IG BISS  befürchteten Auswirkungen  haben wir im einzelnen auf einer IG BISS Infoveranstaltung und auf einer CDU Veranstaltung  schon 2010 in Praest deutlich gemacht.
Die Kommunen die einem solchen Ausbau zustimmen, ja sogar mit den Worten: „Endlich geht es los“, herbei sehnen, machen sich verantwortlich dafür, dass hunderte von Güterzügen Tag und Nacht 365 Tage im Jahr durch Dörfer und Städte rauschen.
Die IG BISS stellt die Sicherheit in den Fokus. Ist diese nicht gegeben, muss ein solches Projekt abgelehnt werden. Die kommunale Politik darf sich nicht hinter der Bahn verstecken, die heute noch nach Gesetzen aus dem 19. Jahrhundert bauen darf. Gesetzesänderungen sind nicht einfach, brauchen Zeit und kosten viel Energie, sind aber durchaus möglich. So bringen unsere Mitstreiter am Mittel,- und Oberrhein das Lärmprivileg der DB, den Schienenbonus (5 dba), gerade zu Fall.
Belohnt werden Sie damit, dass der Aus,- und Neubau der Rheintalbahn schon jetzt ohne dieses Lärmprivileg vollzogen wird.
Die Rheintalbahn gehört ebenso zu der Transversale Rotterdam-Genua und aus diesem Grund fordert die IG BISS, dass bei einem Ausbau der Bestandstrecke Emmerich-Oberhausen hier der Schienenbonus fallen muss.
Die Kommunal- und Landespolitik, die Bürgermeister, die Landräte und die Betuwe AG wurden von den Entwicklungen am Oberrhein zur Abschaffung des Schienenbonus in Kenntnis gesetzt. Allerdings sind noch keine Maßnahmen bekannt geworden, ob die oben erwähnten auch die Abschaffung des Schienenbonus für den Ausbau Emmerich-Oberhausen fordern werden. Die Bürger würden durch den Wegfall des Schienenbonus,  auf jeden Fall, einen wesentlich besseren Lärmschutz erhalten.
Die IG BISS fordert  weiterhin ein Vergleichsgutachten einer zweigleisigen, reinen Güterzugtrasse, siedlungsfern für den internationalen Güterverkehr, dies wäre ein erster Schritt in einen zukunftsorientierten Schienengüterverkehr.
Denken Sie immer daran, Bahnlärm macht krank.
Unterstützen Sie sich selbst, werden Sie Mitglied der IG BISS und besuchen Sie Aktionen und Veranstaltungen der IG BISS.
Anmeldungen hier auf der HP.


Mit BISSigen Grüßen,
                                                                        




Interessengemeinschaft Betuwe-Initiative Sicherheit Siedlungsfern e.V.










 
 

 

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