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Bahn will bei Sicherheit nur Pflicht


 Soll man der Bahn böse sein? 

Ein Unternehmen, das sich an Recht und Gesetz hält!

Die Politik ist hier in der Pflicht die Gesetze zur Sicherheit, Lärmschutz etc. aus dem 19. Jahrhundert dahingehend zu ändern, dass diese dem 21. Jahrhundert entsprechen.

IG BISS

Der Vorstand



Betuwe Feuerwehr schlägt Alarm

Oberhausen, 08.07.2011, Asrid Knümann (Quelle: DerWesten)

 
Eklatante Mängel sehen Sicherheitsexperten der Feuerwehren am Rande der Betuwe-Linie, wenn die Bahn lediglich die geplanten Minimalmaßnahmen an der Strecke umsetzt. Dann könne nicht gewährleistet werden, dass die Einsatzkräfte im Notfall rechtzeitig zum Unglücksort kämen. Foto: Johannes Kruck

Eklatante Mängel sehen Sicherheitsexperten der Feuerwehren am Rande der Betuwe-Linie, wenn die Bahn lediglich die geplanten Minimalmaßnahmen an der Strecke umsetzt. Dann könne nicht gewährleistet werden, dass die Einsatzkräfte im Notfall rechtzeitig zum Unglücksort kämen. Foto: Johannes Kruck

 

Oberhausen. Wenn die Sicherheitsmaßnahmen für den bald anstehenden Um- und Neubau der Betuwe-Linie nicht erhöht werden, droht nach Ansicht von Fachleuten eine Katastrophe: Einsatzkräfte kämen bei einem Unfall kaum rechtzeitig an die vorwiegend von Güterzügen und Gefahrguttransporten genutzten Gleise - vor allem wegen der neuen Schallschutzwände.

So lautet das Fazit von Sicherheitsexperten der Städte an der Betuwe-Linie, die unter Vorsitz von Gerd Auschrat (stellv. Leiter der Berufsfeuerwehr OB) Minimalforderungen zur Sicherheit aufgestellt haben. Am 21. Juli werden diese in Duisburg mit Betuwe-Planern diskutiert.

 

Bislang zeige sich die Bahn wenig kooperativ, meint Planungsdezernent Peter Klunk - und erklärt: „Die Bahn erhält eine 100-Prozent-Förderung vom Bund. Die beinhaltet nur Maßnahmen, die das Gesetz vorsieht.“ Dieses stamme aber aus dem frühen 20. Jahrhundert, die technischen Anforderungen darin seien veraltet.

Gute Erreichbarkeit

Es reiche für die Bahn heute laut Gesetz immer noch aus, „alle eineinhalb Kilometer eine Nottür in die Schallschutzwände zu machen, etwa so groß wie eine Zimmertür“, gibt Klunk an. Das mache es unmöglich, im Notfall mit schwerem Gerät rechtzeitig zum Einsatzort zu gelangen.

Die Forderungen der Feuerwehren: Gute Erreichbarkeit, ausreichende Versorgung mit Löschwasser, Ergänzung der technischen Ausstattungen: „Wir als Großstadtfeuerwehr sind noch gut dran, aber bei Freiwilligen Feuerwehren wie in Rees oder Hamminkeln gibt es kein geeignetes Gerät“, sagte Auschrat. Außerdem fordern die Experten von der Bahn handbetriebene Erdungsschalter: „Geschieht ein Unglück, kann das ganze Gebiet unter Strom stehen, wenn die Oberleitung reißt. Da kann ich keine Einsatzkräfte hineinschicken. Im Notfall muss derzeit der Fachmann für Strom aus Duisburg zeitaufwendig anreisen.“

Bahn in der Pflicht

Ein Grund für die erschwerten Zugänge zu den Einsatzorten entlang der erweiterten und über 46 Kilometer neu zubauenden Gleisstrecke sind die Schallschutzwände. Für sie hatte die BürgerinitiativeBetuwe - so nicht“ erfolgreich gekämpft; sie sind notwendig zum Schutz der Anwohner. „Man muss aber daran denken, Sichtfenster zu installieren, damit wir sehen, was dahinter los ist“, sagt Auschrat.

Manfred Flore, Sprecher der BI „Betuwe - so nicht OB“: „Künftig werden mehr Güterzüge - bis zu ca. 290 in 2015 - auch mit Gefahrgut in kürzeren Abständen über die Gleise rollen.“ Da steige das Risiko. Flore sieht die Bahn in der Pflicht, den Schutz der Bürger zu beachten. Die Beteiligten wollen im Bundesverkehrsministerium Gehör finden - von dort kommt das Gros der ca. 1,4 Milliarden Euro fürs Gesamtprojekt: „Unsere Forderungen würden die Kosten nur minimal erhöhen“, betont Klunk. Zudem habe Holland die Sicherheitswünsche der Feuerwehren bei sich erfüllt.




Betuwe Keine Einigung zwischen Bahn und Feuerwehren

Hamminkeln, 21.07.2011, (Quelle:DerWesten)

Hamminkeln. Notfallmanagement und Sicherheitskonzept für die Betuwe-Strecke standen auf der Tagesordnung, als sich gestern die Bürgermeister der Anrainer-Kommunen und deren Feuerwehren mit Vertretern der Bahn trafen. Zu einem Ergebnis kamen die Beteiligten jedoch nicht. Vielmehr zeigten sich die Feuerwehren von der Haltung der Bahn enttäuscht.

Das Unternehmen sei nicht bereit, auf die Forderungen der Helfer einzugehen, berichtete Hamminkelns Bürgermeister Holger Schlierf, der Sprecher der Arbeitsgruppe der Anrainer ist. Die Feuerwehren sehen beispielsweise die Erfordernis, alle 200 Meter einen Zugang zur Strecke zu haben, auch in den Bereichen des Lärmschutzes. Die Bahn hält dagegen 1000 Meter für ausreichend. Zweiter gravierender Punkt ist die Löschwasserversorgung. Hier fordern die Wehren leistungsstarke Anschlüsse, während im Konzept der Bahn keine Aussagen gemacht werden. „Zwar bietet die Bahn an, Wege parallel zur Strecke anzulegen, doch dadurch haben die Feuerwehren noch kein Wasser“, erklärte Schlierf. Er hat Verständnis für die Haltung der Wehrleute, die bei diesen Bedingungen bemängeln, ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden zu können.

 

Die Bahn begründe ihre ablehnende Haltung damit, dass bei der Abwägung für diese Investitionen die Wahrscheinlichkeit eines Unfalles außerordentlich gering sei, so Schlierf. Nach Auffassung der Feuerwehren bergen die über 750 Meter langen Züge aber ein riesiges Gefahrenpotenzial, das von der Bahn unterschätzt werde. „Wir müssen derzeit selbst bei kleinen und kleinsten Veranstaltungen sämtliche Gefahrenszenarien berücksichtigen, bei der Bahn ist das genau umgekehrt“, kritisierte die Haltung der Bahn.

Verabredet wurde gestern, dass eine kleinere Arbeitsgruppe aus Feuerwehrleuten und Sicherheitsexperten der Bahn unter Beteiligung des NRW-Innenministeriums das Thema erneut berät.

Am Mittwoch hatte es ein Treffen der Bürgermeister mit Vertretern der DB Projektbau gegeben. Dabei wurde das Gutachten, das der Regionalverband Ruhrgebiet und der Kreis Wesel für einen verträglichen Ausbau der Betuwe-Linie erstellt hatten, diskutiert. Die darin enthaltene Palette der Möglichkeiten, die den Lärmpegel der Güterzüge deutlich senken könnten, habe die Auffassung der Bahn nicht geändert, sagte Schlierf. Dort bleibe man dabei, dass diese Vorschläge im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens abgearbeitet werden müssen. Schlierf: „Wir sind nicht sicher, ob es dafür dann nicht schon zu spät ist.




 

Betuwe: Bahn will bei Sicherheit nur die Pflicht

zuletzt aktualisiert: 22.07.2011  (Quelle: RP-Online)

Wesel (RP). Die Bahn AG zieht sich bei der Sicherheit auf der Betuwe-Strecke weiter auf ihre gesetzliche Pflicht zurück. Ihre Experten erläuterten am Donnerstag bei einem Treffen mit Feuerwehren und Vertretern der Anrainer-Kommunen in Duisburg die Konzeption für den Ausbau der Güterverkehrsstrecke.

Die sei so sicher, so haben die Bahnvertreter argumentiert, dass weitergehende Investitionen in Sicherheit nicht gerechtfertigt seien. "Zwischen den Vorstellungen der Kommunen und Feuerwehren und denen der Bahn klaffen weiter große Lücken", sagte Hamminkelns Bürgermeister Holger Schlierf im Anschluss an das Treffen.

Die Bahn verweist darauf, dass, rechtlich betrachtet, die Kommunen für die Rettung im Notfall zuständig seien. Wenn die mehr Sicherheit wollen – mehr Löschwasser an der Strecke, wesentlich mehr Zugänge zu den Gleisen –, müssten die Städte selbst dafür sorgen. Eine Experten-Gruppe mit Vertretern der Bahn, der Feuerwehren und des Landes soll das Thema Sicherheit nach der politischen Sommerpause noch mal im Detail erörtern.







 
 

 

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Aus der Region für die Region

Betuwe-Linie sorgt für neuen Ärger


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Frontal 21 Gefährliche Versäumnisse der Deutschen Bahn  
 
 
Endstation Chaos ARD Doku vom 16.11.2009  
 
 
"Het einde van de Betuwelijn"  
   
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