
Die Verlängerung der Niederländischen Betuwe-Route welche auf deutscher Seite durch den Niederrhein von Emmerich bis nach Oberhausen führt, hat eine Länge von 72 Kilometern, hier rot eingezeichnet.
Die grün eingezeichneten Nord- und Süd-Bypässe waren Bestandteil der Vereinbarung von Warnemünde aus August 1992 und sollten die Bestandsstrecke auf deutscher Seite erheblich entlasten. Beide Bypässse wurden und werden aber nicht verwirklicht.
Die ehemalige niederländischen Verkehrsministerin Netelenbos machte 1999 finanzielle Zusagen an die Deutsche Seite, sollte man sich führ die A3 variante entscheiden.
Die Bestandsstrecke führt durch dichtbesiedelte Gebiete in denen ca. 500.000 Menschen direkt oder indirekt von diesem Tassenverlauf betroffen sind.
Die IG BISS
setzt sich seit bekannt werden der Vorplanungen seitens der DB AG im November 2008 für eine alte Planungsvariante aus 1999 ein.
Die Planungen sahen vor, dass eine neue Trasse im Mischbetreib (nur ICE) parallel zur Autobahn A3 verlaufen sollte.
Der Unterschied zwischen der Planungsvariante von 1999 und der Forderungen der IG BISS ist, dass die IG BISS eine reine, zweigleisige Güterzugtrasse nach niederländischem Vorbild fordert.
Die Kosten für die Planungsvariante mit ICE Verkehr aus 1999 wurden mit 3,3 Milliarden DM berechnet.
Der Ausbau der Bestandstrecke beläuft sich aktuell auf 1,3 Milliarden Euro und das mit völlig unzureichende bis hin zu gar keinen Sicherheitsstandards, nie ausreichendem Lärmschutz, enorme Vermögensverluste an der Trasse und, und, und...
Zudem werden die Städte und Kommunen an der Trasse eine Verslumung erleben und das nicht nur durch Leerstände.
Der Hafen Rotterdam gab Mitte 2010 bekannt, dass er sein Containergeschäft bis 2030 verdreifachen will (nähere Info´s >>Hier<<), Maasvlakte 2 lässt grüßen!
Die Attraktivität der Städte und Kommunen wird von Jahr zu Jahr abnehmen und eine Abwanderung wie am Mittel- und Oberrhein findet statt.
Frei nach Frank Groß, Zitat: „Kommen sie nach Boppard hier bekommen Sie die Häuser geschenkt“.
Mit BISSigen Grüßen Ihre
IG BISS