Realitätsverweigerern keine Chance
SPD Rees lehnt FDP Antrag ab
Rees. Vorsitzender Harry Schulz empfiehlt der SPD Ratsfraktion den FDP Antrag
(Gründung eines Arbeitskreises Betuwe) als nicht zielführend und schädlich für die
Belange der Stadt Rees eine klare Absage zu erteilen. Harry Schulz fehlt der Glaube,
dass der Vorstand der Reeser FDP und ihre Mitglieder vorbehaltlos hinter Herrn Dr.
Apfel und Herrn Winkler stehen. Schulz: "Ich denke dass auch viele Liberale in Rees
schnelle Lösungen für Haldern und Millingen erwarten." Den Interessen von
Bürgerinitiativen nachzugeben, die dem Streckenausbau ablehnend
gegenüberstehen und sie auch noch in einen Arbeitskreis einzubinden, ist nicht
zielführend. Außerdem empfinde ich es als unerträglich, dass hier versucht wird, den
unabhängigen Rat der Stadt Rees für Ziele von Bürgerinitiativen zu
instrumentalisieren.
Kommunalpolitiker die versuchen die Entscheidungen auf die lange Bank zu
schieben, riskieren es, die Unterführung auf Jahre hinaus zu verzögern, ohne dass
es den Anrainern wirklich hilft. Die SPD Rees wird den Realitätsverweigerern nicht
die Möglichkeit geben, die gute fachliche und sachliche Zusammenarbeit der
Fraktionen und der Verwaltung zu behindern. Die SPD Rees und die SPD Fraktion
wollen schnelle zielgerichtete Lösungen für Haldern und Millingen und sind sicher,
dass dies gemeinsam mit Herrn Bürgermeister Gerwers und der Verwaltung der
Stadt Rees gelingt. Die SPD Rees steht für eine sachbezogene und kritische
Auseinandersetzung im Rahmen der anstehenden Planfeststellung zum Wohle der
Stadt Rees und ihrer Ortsteile.
Leserbrief zum Thema „Arbeitskreis Betuwe“ Politik zum anfassen?
Als Reaktion auf die Stellungnahme und Kritik der Verwaltung zum Beginn der Planfeststellung zur Betuwe – Linie in Rees-Haldern, sind die Aussagen einiger Ratsmitglieder zu diesem Thema als nur blamabel zu verstehen. Während die FDP nun endlich die Bildung eines Arbeitskreises, auch unter Beteiligung der Vereine der betroffenen Ortsteile fordert, reagierten die Vorsitzenden der anderen Fraktion nur mit Unverständnis. Wie kann ein Ratsherr denn argumentieren, dass, wenn der Rat der Kritik der Verwaltung folgt, die Bahn „...möglicherweise verärgert...“ reagieren könnte? Wie können SPD Mitglieder sagen, dass aus den berechtigten Aussagen der Verwaltung die „...Schärfe...“ zu nehmen sei, da sonst die Bahn das Planfeststellungsverfahren „...hinten an stellen...“ würde und Rees sehen könnte, wo es bleibt. Wie können diese Herren, auf die Frage, warum denn die Niederlande 2004 auf dem bekannt hohen Sicherheitsstandard eine neue Trasse gebaut haben und uns noch nicht einmal der erforderliche Schallschutz gewährleistet wird, erwidern, dass diese eben nach ihrem Recht und „...wir...“ nach unserem Recht bauen?
Wenn dort die Aussage fällt: „Wir wollen das dritte Gleis, da es sonst kein Schallschutz gibt.“
Aber meine Herren, die Entscheidung ob und wann ein 3. Gleis kommt, liegt allein bei der Bahn und sie wird bestimmt nicht dadurch beeinflusst, wie nett Sie mit der Bahn umgehen. Als Anwohner fordere ich Sie auf, Ihre Arbeit zu machen und zwar für Ihre Bürger und nicht für die Bahn.
Karl-Heinz Denstorf
Zum Wohle des Volkes?!
Schnelle Lösungen für alle lärmgeplagten Bürger an der Betuwe-Route hätten vielleicht Vorteile?
Aktuell liegt nur die Planfeststellung für die Blockverdichtung bei der Bezirksregierung vor und die Blockverdichtung ist bestimmt keine Lösung für die Bürger an der Trasse.
Vielmehr stellt die Blockverdichtung eine dramatische Verschlechterung dar.
Hohes Unfallrisiko, extremer Lärm der die Menschen krank macht, ständige Erschütterungen welche die Häuser beschädigen, hohe Wertverluste, Zerteilung von gewachsenen Strukturen und noch vieles mehr.
All dies zum Wohl des Volkes? Oder zum Wohl der deutschen Bahn?
Wann, und ob es überhaupt, ein drittes Gleis mit seinen nie ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen, nie ausreichenden Lärm-und Erschütterungsschutzmaßnahmen, mit viel weniger Querungsmöglichkeiten (Über- und Unterführungen) und vielen zusätzlichen negativen Auswirkungen geben wird, das weiß nur die deutsche Bahn selber!
Fest steht schon jetzt:
- dass die ca. 60 km drittes Gleis mit ca. 1,4 Milliarden Euro viel zu teuer sind!
- dass ein drittes Gleis eine Leistungssteigerung von nur ca. 25% ermöglicht!
- dass ein großer Teil der Anwohner nur einen passiven Lärmschutz erhält (Käfighaltung)!
- dass viele Immobilien praktisch unverkäuflich werden!
Das ist die Realität!
Solche „Anfeindungen“, wie sie hier gemacht werden, sind wenig hilfreich, wenn es darum geht die Bürger zu schützen und die stark anwachsenden Güterverkehre aufs richtige Gleis zu setzen.
Eine Zusammenarbeit aller politischen Parteien, Initiativen, Vereine und nicht zuletzt offene Gespräche mit Anwohnern und Bürgern muss das Gebot der Stunde sein.
Mit freundlichen Grüßen Ihre IG BISS
Frontal 21 (Sendung vom 21.09.2010)
Bahn im Größenwahn
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Lokalzeit Duisburg
Sendung vom Donnerstag den 16.09.2010
Neu Lärmmessungen an der Betuwe-Linie
Studiogast Helge Drafz zum Thema
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