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IBK Internationaler Bahnlärmkongress 2010


 


Positive Reaktionen auf den Internationalen Bahnlärmkongress in Boppard vom 13.-14. November 2010.

 

Studie zu Bahnlärm und Gesundheit

19.11.2010 - MAINZ-BINGEN

(red). Die Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Mainz-Bingen, Ute Granold, begrüßt die zentrale Forderung der Teilnehmer des „Internationalen Bahnlärm Kongresses 2010“ in Boppard nach einer wissenschaftlichen Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes über mögliche gesundheitliche Auswirkungen des Bahnlärms.

„Nur eine wissenschaftliche Datenbasis, die Klarheit über die genauen Gesundheitsfolgen von Bahnlärm bringt, kann eine wirksame und unanfechtbare Argumentationsgrundlage im Kampf gegen den Schienenlärm bilden“, so Granold. Dies hätten auch die aktuellen Erfahrungen mit einer großen Lärmwirkungsstudie zum Fluglärm gezeigt.

„Vor diesem Hintergrund bereite ich derzeit - zusammen mit dem CDU-Landtagskandidaten Stefan Pohl - eine Veranstaltung mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, vor“, kündigt die Unionspolitikerin an. So werde Flasbarth am 17. Februar 2011 nach Bingen kommen und im Rahmen einer öffentlichen Podiumsveranstaltung auch über eine mögliche Studie des Umweltbundesamtes zu dieser Frage Auskunft geben können.

„Da wir das Bahnlärmproblem nur gemeinsam lösen werden, wollen wir in diese Veranstaltung auch Vertreter der Bürgerinitiativen einbinden, um so einen Dialog mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu initiieren“, so Granold.

http://www.allgemeine-zeitung.de/index.htm

 

 

Landkreis Mainz-Bingen 






IBK in Boppard 2010

 

Ein erster kurzer Bericht.

 

Der am letzten Wochenende von Frank Groß (Pro Rheintal) ins Leben gerufene Bahnlärmkongress in Boppard war mit internationalen Besuchern bis auf dem letzten Platz ausgebucht.

 

 

Die Kongressteilnehmer wurden von zahlreichen anerkannten Persönlichkeiten wie Professoren, Doktoren und Ingenieuren, Vertretern des Umweltbundesamtes, Landes-und Bundespolitikern und Vertretern der DB AG sehr ausführlich informiert.

Über 40 Bürgerinitiativen unterstützten diesen Kongress. In vielen Vorgesprächen zu denen die Bi’s nach Boppard reisten, wurde der Kongress vorbereitet. Die IG BISS war nicht nur bei den Vorgesprächen dabei. Die IG BISS

 

knüpfte für den Kongress, durch seine enge Zusammenarbeit mit dem  deutsch-niederländische Bündnis, auch den Kontakt mit Paul Freriks der als Referent  die Niederländische Betuwe-Route vorstellte.

 

Prof. Dr. med. Eberhard Greiser von der Universität Bremen machte sehr deutlich klar, wie schädlich gerade der Bahnlärm ist.

Bluthochdruck und Herzkreislauferkrankungen, die vom Bahnlärm erzeugt werden, sind nicht nur für die Erkrankten ein gesundheitliches Problem, sondern verursachen jährlich Milliarden Beträge zu Lasten des Staates.

Eine stark negative Besonderheit des Bahnlärms (Güterverkehr), so Greiser, ist die extrem steile Anstiegskurve. Ähnlich wie beim Fluglärm, wirkt sich der Bahnlärm durch den wesentlich länger anhaltenden max. Lärmpegel von ca.98 dba und ca. 108 dba, bei einer Vorbeifahrtszeit von  ca. 45 Sekunden, auf den Körper sehr viel stärker schädlicher aus, als andere Verkehrslärmquellen.

 

Eine fatale Situation in unserem Staat: Der Flug-und Straßenlärm wird als krankmachend anerkannt, Bahnlärm aber nicht.

 

Frau Dr. med. Gerda Noppeney von der Ärzteinitiative für ungestörten Schlaf, spricht von Erschöpfungszeiten von 10 bis 15 Jahren oder länger, je nach körperlicher Verfassung. Diese Langzeitwirkungen sind ein tückischer Faktor, den die Menschen kaum wahrnehmen.  Menschen die äußerlich kerngesund erscheinen, erleiden plötzlich einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder ähnlich schwere Erkrankungen.

 

Eine verursachergerechte Entlastung müsse eingeführt werden, so die Vertreter vom Umweltbundesamt. Das UBA nannte die Zahl von 9 Milliarden Euro  Kosten, die alleine in Deutschland durch Straßenlärm verursachten werden.

 

Eine auf dem Kongress oft aufgekommene Forderung, Güterzüge aus den dichtbesiedelten Gebieten raus zu lassen und  alternative Trassen zu entwickeln, wurde immer wieder mit Beifall bedacht. So sprach auch der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering. Die wirksamste Entlastung würde nach Meinung Herings eine Alternativtrasse außerhalb des Rheintals bringen. Der Minister forderte den Bund auf, Planungen und Verkehrsstudien dafür rasch zu ermöglichen.

 

Solch einer Forderung sollte sich der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Voigtsberger nach Meinung der IG BISS dringend anschließen.

 

Die jüngsten äußerst negativen Entwicklungen zur Betuwe-Route,  geben Anlass endlich umzudenken. Ein neues Gutachten für eine zweigleisige, reine Güterzugtrasse siedlungsfern wäre ein wichtiger Schritt hin zu einem humanen und leistungsfähigen Europäischen Güterbahnsystem.

 

Mit BISSigen Grüßen

Ihre IG BISS




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